Postscriptum - "Ostarbeiter" im Deutschen Reich

Kategorie
Ausstellung
Datum
26.10.2021 10:00
Veranstaltungsort

Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Steinstr. 50
44147 Dortmund
Telefon
0231 50-25002
E-Mail
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Vor 80 Jahren überfiel das Deutsche Reich die Sowjetunion. Im folgenden Vernichtungskrieg ermordeten deutsche Täter Millionen Menschen und verschleppten weitere Millionen zur Zwangsarbeit nach Deutschland. Aus diesem Anlass zeigt die Gedenkstätte Steinwache vom 1. September bis 31. Oktober 2021 in ihrem Außenbereich die Ausstellung „Postscriptum – ‚ Ostarbeiter‘ im Deutschen Reich“ der Gesellschaft Memorial, die an die sowjetischen Frauen, Männer und Kinder erinnert, die während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeit für das NS-Regime leisten mussten. Die Nationalsozialisten verschleppten rund 8,4 Millionen Zivilistinnen und Zivilisten zur Zwangsarbeit in das Deutsche Reich. Die rund 3 Millionen Menschen aus der Sowjetunion– die „Ostarbeiter*innen“ – bildeten unter ihnen die größte Gruppe. Die deutsche Kriegswirtschaft war auf diese Arbeitskräfte zwingend angewiesen. Zugleich bestanden die NS-Sicherheitsbehörden darauf, die sowjetischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter konsequent aus der deutschen Gesellschaft auszuschließen. Gekennzeichnet mit dem Abzeichen „OST“ waren sie extrem schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen sowie brutaler Repression ausgesetzt. Im Dortmunder Polizeigefängnis stellten sie bald die größte Häftlingsgruppe. Die meisten der in der Ausstellung präsentierten persönlichen Dokumente und Fotografien ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sind erstmalig in Deutschland zu sehen. Im Rahmen der Antikriegstagsveranstaltung am 1. September um 17:00 Uhr auf dem Parkplatz vor der Gedenkstätte wird Markus Günnewig, Leiter der Steinwache, kurz in das Thema und die Ausstellung einführen. Eine Ausstellung der russischen Gesellschaft Memorial auf Grundlage eines Bildungsprojekts mit Moskauer Schüler*innen und Student*innen. „Postscriptum“ wurde seit 2008 in mehreren Städten Russlands und in Belarus präsentiert. Die hier gezeigte Ausstllung wurde mit Unterstützung des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst für das deutschsprachige Publikum überarbeitet. Quelle: das Dortmunder Stadtportal