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Was wollen wir auf der Bühne sehen?

Nordstadt Community Kuration 2026: Community-Kurator*innen präsentieren ihre Forschungsreise, Stimmen aus der Nordstadt und erste künstlerische Fragmente

NCC Präsentation Oktober 2026 Plakat

Wer entscheidet eigentlich, welche Geschichten auf unseren Bühnen erzählt werden? Wer wählt Künstler*innen und künstlerische Formen aus? Und was passiert, wenn Menschen aus der Dortmunder Nordstadt nicht nur als Publikum eingeladen werden, sondern selbst recherchieren, auswählen und mitgestalten?

Diesen Fragen widmet sich das Projekt "Nordstadt Community Kuration 2026 - Voices of Curation: Prozesse zwischen Community und Kunst sichtbar machen". Am Sonntag, 18. Oktober, um 18 Uhr geben die beteiligten Community-Kurator*innen im Theater im Depot Einblicke in ihre Arbeit der vergangenen Monate. Unter der Leitung von Prozesskuratorin Ayse Kalmaz präsentieren sie Recherchematerial, Begegnungen, Interviews, Stimmen aus der Nordstadt und erste künstlerische und choreografische Fragmente.

Der Abend ist keine Premiere eines fertigen Theaterstücks. Er macht vielmehr einen gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprozess sichtbar, der im Mai begonnen hat und 2027 künstlerisch weitergeführt werden soll.

Von der Nordstadt in die Kulturinstitutionen - und zurück

In der ersten Projektphase von Mai bis Juli 2026 erforschte eine Gruppe von Community-Kurator*innen aus der Dortmunder Nordstadt die Kulturlandschaft der Region. Sie besuchten unter anderem das Theater im Depot, das Kunstmuseum Bochum, das Theater Oberhausen und die Oper Dortmund, begegneten Künstler*innen und Kulturverantwortlichen und diskutierten über kulturelle Zugänge, Barrieren und Repräsentation.

Dabei ging es nicht allein um die Frage, ob ihnen eine Ausstellung oder Aufführung gefiel. Die Teilnehmenden untersuchten, wessen Geschichten erzählt werden, welche Perspektiven fehlen und was sich verändern müsste, damit sich mehr Menschen in Kulturinstitutionen wiederfinden.

Am 11. Juli stellten sie ihre ersten Beobachtungen und Fragen öffentlich im Theater im Depot vor. Diese Forschung bildet die Grundlage für die zweite Projektphase und die nun folgende Präsentation am 18. Oktober.

Junge Kuratorinnen entwickeln eigene künstlerische Perspektiven

In der zweiten Phase führten junge Frauen aus den Netzwerken der Stadtteilschule Dortmund die Forschungsreise fort. Ein Schwerpunkt lag auf Tanz, Performance und neuen Formen des Erzählens. Dazu besuchten sie verschiedene Produktionen der Ruhrtriennale und setzten sich mit der Frage auseinander, welche künstlerischen Ausdrucksformen sie selbst interessieren und weiterentwickeln möchten.

Parallel dazu richteten sie ihren Blick auf die eigene Nachbarschaft. In Interviews mit Bewohner*innen der Nordstadt sammelten sie Geschichten über Liebe, Familie, Freundschaft, Konflikte, Rassismus, soziale Ungleichheit und Zugehörigkeit.

Diese Gespräche wurden zum Ausgangsmaterial für eine künstlerische Entwicklung, bei der die Perspektiven der jungen Frauen im Mittelpunkt stehen.

In Workshops mit Artes Mobiles entstand die Idee einer Theater-Soap aus der Nordstadt. Gemeinsam mit der Choreografin Willie Stark begannen die Kuratorinnen anschließend, ausgewählte Geschichten und Stimmen in Bewegung, Urban Dance und Tanztheater zu übersetzen. An der Präsentation wirken auch die Performer*innen Emmanuel und Yasmina "Yazz" Slama mit.

Ein Abend, der den Prozess sichtbar macht

Am 18. Oktober werden die Erfahrungen und Ergebnisse beider Forschungsphasen zusammengeführt. Die Besucher*innen erleben Ausschnitte aus der Recherche, Stimmen aus der Nordstadt und erste performative Skizzen.

Dabei steht nicht nur das künstlerische Ergebnis im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, wie Community-Kuration funktioniert: Was verändert sich, wenn Menschen selbst entscheiden, welche Themen wichtig sind, welche Künstler*innen sie kennenlernen möchten und welche Geschichten auf eine Bühne gehören?

Das Publikum ist eingeladen, zuzuschauen, zuzuhören und anschließend mit den Beteiligten ins Gespräch zu kommen.

Perspektive 2027: Aus Forschung wird Tanztheater

Die Präsentation markiert einen wichtigen Zwischenstand, aber keinen Abschluss der gemeinsamen Arbeit. Die gesammelten Geschichten, Interviews und künstlerischen Ansätze sollen 2027 zu einem größeren Tanztheaterprojekt weiterentwickelt werden.

Im Zentrum steht weiterhin die Idee, Menschen aus der Nordstadt nicht nur als Publikum oder Gegenstand künstlerischer Erzählungen zu betrachten, sondern als aktive Mitgestalter*innen kultureller Prozesse.

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Migrantinnenverein Dortmund e.V., Stadtteilschule Dortmund e.V. und Train of Hope e.V. durchgeführt. Es wird gefördert durch den Diversitätsfonds NRW des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie durch die LAG Kunst und Medien NRW und das Kulturbüro Dortmund.

 

Grafik @ Theater im Depot

Plakat Hafenspaziergang 2026

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Hier gibt's den Interkulturellen Kalender zum Download:

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... und hier die Hoeschpark-Broschüre zum Download:

Hoeschparkbroschuere

 

Engel der Nordstadt Plakat 2025

   

 

 

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